Woran kann es liegen, wenn mein 3D-Druck nicht auf dem Druckbett haftet?

Zu den häufigsten Beschwerden privater wie gewerblicher 3D-Druck-Nutzer gehört die Klage über mangelnde Haftung der Ausdrucke auf dem Druckbett. Leider sind die Ursachen für dieses Problem vielschichtig und meistens schwer auszumachen, so dass es unmöglich ist, auf diese Frage eine einfache und verallgemeinerbare Antwort zu geben.

Im Folgendem soll dennoch versucht werden, Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten zur Behebung von Problemen der Druckbett-Anhaftung zu geben.

– Um eine optimale Haftung zu erreichen empfiehlt sich generell, auf Klebeband zu drucken, d.h. die Druckplatte bei ABS-Drucken mit Kapton Tape und bei PLA-Drucken mit Blue masking tape zu verkleben. Beides finden Sie im Nunus-Shop vor. Das Klebeband sollten Sie nach jeweils 5 bis 10 3D-Drucken erneuern.

– Auf ein beheiztes Druckbett zu drucken ist bei ABS-Drucken zwingend notwendig, bei PLA-Drucken zumindest empfehlenswert. Die Heizbett-Temperaturen sollte zwischen 100° und 130°C bei ABS-, zwischen 50° und 80°C bei PLA-Drucken liegen.

– Zur Verbesserung der Haftung auf dem Druckbett haben sich weiterhin Klebestift und Glasreiniger, auf der Druckplatte aufgetragen, ebenso als bewährt wie Haarspray und Zuckerwasser.

– Auch eine Fixierung des 3D-Drucks mit Metall-Haarklammern an den Ecken bringt erfahrungsgemäß Abhilfe. Für Druckobjekte unterschiedlicher Größe benötigen Sie hierfür Haarklammern in der jeweils passenden Länge.

– Generell gilt, dass eine richtige Kalibrierung des Druckbetts bis zu 90% der Druckqualität ausmacht und selbstverständlich auch Einfluss auf die Druckbett-Haftung hat.

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