Wie steht es um Wirbelimplantate aus dem 3D-Drucker?

Lui Zhangjuin, Leiter der orthopädischen Abteilung des Peking University Third Hospital machte im August 2014 Schlagzeilen als ihm gelang, einen 12-jährigen, an einem bösartigem Tumor erkrankten Jungen zu heilen, indem er ihm ein am 3D-Drucker produziertes Wirbelimplantat einsetzte.

Dies kann als weltweit erste gelungene Implantation eines in 3D-gedruckten, individuellen Wirbels gelten.

Gedruckt wurde der Wirbel nicht aus klassischen Filamenten, sondern aus einem speziellem Titangranulat, dessen besonders poröse Struktur das Verwachsen mit dem restlichem Knochengewebe erleichtern soll, um so den Heilungsprozess zu begünstigen. Zugleich ermöglicht das neue Produkt dem Patienten eine gesteigerte Lebensqualität, da eine monatelange Ruhestellung hier nicht mehr nötig ist.

 

Aktuell (Januar 2015) steht auch das Team von Prof. Tsuyoshi Takato, von der Universität Tokio kurz davor, ein Verfahren zur Erzeugung von Knorpel- und Knochen-Implantaten per 3D-Druck zu präsentieren. Das größte noch zu lösende Problem stellt für die Tokioter Forscher bislang die beim 3D-Druck entstehende Hitze dar, da diese die lebenden Zellen und Proteine zerstört.

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