Wie funktioniert die Produktion von Medizin-Implantaten per 3D-Drucker?

Neben dem 3D-Bioprint von Organen (vgl. einschlägige Blogeinträge zu diesem Thema) gehört die Produktion von Haut-, Knochen- und Knorpel-Implantaten per 3D-Drucker zu den wichtigsten Herausforderungen für die medizinische Nutzung der 3D-Druck-Technologie.

Ausgangsmaterial sind Stammzellen, Proteine und chemische Substanzen. Auf Basis dieser Mischung wird nun mit Hilfe des 3D-Druckers die Form des gewünschten Implantats erstellt bzw. gedruckt.

Probleme bereitet aktuell allerdings noch die beim 3D-Drucken normalerweise entstehende Hitze, da diese die lebenden Zellen und Proteine normalerweise zerstört.

Ein japanisches Team, um den Tokioter Professor Tsuyoshi Takato steht derzeit (Januar 2015) kurz davor, dieses Problem mit Hilfe eines vom Negativfilm-Hersteller Fujifilm entwickelten künstlichen Proteins zu lösen. Dank dieser Innovation rechnet Takato damit, 2018 mit klinischen Tests für Haut aus dem 3D-Drucker beginnen zu können.

 

Im August 2014 war es dem Pekinger Mediziner Lui Zhangjuin bereits gelungen, einen 12-jährigen, an einem bösartigen Tumor erkrankten Jungen mit Hilfe eines 3D-gedruckten Wirbelimplantat zu heilen. Zhangjuin verwendete dafür allerdings ein Titangranulat.

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