Welche weiteren 3D-Druck-Verfahren gibt es noch?

Zu nennen wäre hier vor allem die Stereolithografie. Diese wurde als erstes 3D-Druck-Verfahren überhaupt 1983 vom US-Amerikaner Chuck Hull erfunden und 1984 unter dem Namen “additive manufactering” zum Patent angemeldet.

Stereolithografie arbeitet mit flüssigem Ausgangsmaterial (Photopolymer), das Schicht für Schicht auf die Druckplatte aufgetragen wird (wobei das Modell jeweils, Schicht für Schicht, nach unten gezogen wird). Nach der Fertigstellung (bzw. dem Ausdruck) muss das Modell in einer Belichtungskammer erst vollständig aushärten.

Weitere Verfahren sind: Der 3D-Druck mit Pulver und Flüssig-Klebstoff (3DP), das Electron Beam Melting (EBM), das Selective Laser Melting (SLM), das Digital Light Processing (DLP), das Film Transfer Imaging (FTI) und das MultiJetModelling (MJM).

Bei diesen Verfahren kommen Elektronenstrahl (beim EBM), Hochleistungslaser (beim SLM), Licht-Beamer (beim DLP), Transportfolie für lichtempfindlichen Flüssig-Kunststoff (beim FTI) bzw. ein mit Lichtquelle versehener Druckknopf (beim MJM) zum Einsatz. Das 3DP-Verfahren funktioniert in der Art eines Tintenstrahldruckers, der Pulver statt Tinte ausdruckt.

Die meisten dieser Verfahren sind technisch noch nicht ausgereift bzw. finanziell viel zu aufwändig, um nennenswerte Verbreitung zu finden.

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