Welche Rolle spielt Stefanie Müller für den 3D-Druck?

Stefanie Müller, eine Physik-Doktorandin am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam, konnte (in Zusammenarbeit mit ihrem Doktorvater Patrick Baudisch und einem 5-köpfigem Team) das Verfahren der sogenannten Low-Fidelity Fabrication entwickeln.

Dabei handelt es sich um eine Methode, das Rapid Prototyping entscheidend zu beschleunigen, indem der 3D-Druck in kleinere, leichter zu druckende Komponenten zerlegt wird, anhand deren das 3D-Modell weiterentwickelt wird. Der Druck des kompletten 3D-Druck-Modells erfolgt erst, wenn das Objekt vollständig designt ist.

Durch diese Methode soll auch das sogenannte “Beamen” von Gegenständen möglich sein.

Hierzu wird der 3D-Drucker – im konkreten Fall ein MakerBot – mit einer Fräse (samt eigenem Motor) und einer Kamera ausgestattet. Die Fräse hobelt den Gegenstand nun scheibchenweise ab, während die Kamera die so entstehenden Ansichten fotografiert. Über eine verschlüsselte TCP-Verbindung werden diese Fotos jetzt an einen zweiten 3D-Drucker gesendet. Dieser erkennt die Konturen des Objekts und berechnet daraus 2-dimensionale Flächen, auf deren Grundlage der Slicer die 3D-Druck-Kopie des Ausgangsobjekts erstellt.

 

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