Welche Rolle könnte 3D-Druck bei der Heilung von Brustkrebs spielen?

Auch Brustkrebs, die in westlichen Industrieländern häufigste Krebsart bei Frauen, könnte künftig mit Hilfe von Bioprint-3D-Druck bekämpft, d.h. zumindest in ihren Folgen gelindert werden.

Konkret geht es dabei um die Wiederherstellung des Warzenhofs (samt Brustwarze), nach einer (in zahlreichen Fällen notwendigen) Brustimplatation. Mit herkömmlichen Methoden gestaltet diese sich in vielen Fällen kompliziert bzw. sie führt häufig nicht zum gewünschten Ergebnis.

Hier will das US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen TeVido BioDevices (aus Austin, Texas) mittels 3D-Bioprinting Abhilfe schaffen.

Zu diesem Zweck unternimmt das Unternehmen den betroffenen Patienten Zellen und erzeugt aus diesen, mit Hilfe eines (speziell auf Bioprint-Verfahren ausgerichteten) 3D-Druckers, künstliche Brustwarzen, mit winzigen Blutgefäßen. Aus diesen Zellen wird nun eine Lösung erzeugt, welche mit diesem 3D-Drucker in die richtige Form gebracht wird.

Das so entstehende künstliche Gewebe kann den Patientinnen bald darauf eingesetzt werden, wobei der besondere Vorzug dieses Verfahrens (wie aller Bioprint-Verfahren) darin besteht, dass diese Brustwarzen nicht abgestoßen werden, da sie aus körpereigenen Material bestehen.

Im Rahmen einer von TeVido BioDevices im Januar 2015 auf Indiegogo gestartete Crowdfunding-Kampagne konnten bis dato (Ende März 2015) bereits über 30.000 Dollar (=knapp 28000 Euro) gesammelt werden. Die Kampagne kann damit bereits als erfolgreich gelten.

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