Welche 3D-Drucker bieten eine automatische Druckbett-Kalibrierung an?

Da die richtige Kalibrierung des Druckbetts bis zu 90% der Druckqualität ausmacht (vgl. einschlägige Blogeinträge), empfiehlt sich durchaus der Kauf eines 3D-Druckers mit automatischer Druckbett-Kalibrierung, obwohl einige Nutzer auf einen möglicherweise dadurch bedingten erhöhten Verschleiss an der Z-Spindel hinweisen.

Eine entsprechende Ausstattung von 3D-Druckern ist bislang allerdings noch die Ausnahme.

Derzeit (Anfang Februar 2015) sind vor allem folgende 3D-Drucker mit automatischer Druckbett-Kalibrierung auf dem Markt erhältlich:

1.) Der Conrad Renkforce RF1000 des deutschen Elektronik-Herstellers Conrad Electronic (aus Hirschau, in der Oberpfalz) , verfügbar seit Ende 2013: Ein FFF-3D-Drucker, mit einer Bauraumgröße von 250 x 235 x 175 mm, bei einer Gerätegröße von 175 x 235 x 500 mm (+16,5 Kg Gewicht) und einem Keramik-Druckbett.  Preis: ca. 1500 Euro.

2.) Der Kossel Mini, ein Delta-3D-Drucker (vgl. einschlägige Blogeinträge) des britischen 3D-Drucker-Herstellers Think3DPrint3D (aus Peterborough), 2012 in Seattle entworfen, ist eine Weiterentwicklung des Rostock-Prototyps und seit Mitte 2013 erhältlich.  Der Kossel Mini verfügt über einen 24 cm hohen Bauraum und ein Aluminium-Druckbett, gedruckt wird auf eine Spiegelglas-Druckplatte.   Preis, beim Hersteller: 425 britische Pfund (=knapp 570 Euro), bei Lieferung als Selbstbau-Kit.

3.) Der DeeGreen des tschechischen 3D-Drucker-Herstellers be3D (aus Prag), seit April 2014 auf dem Markt: Ein FDM-3D-Drucker, mit einer Gerätegröße von 495 x 395 x 390 mm, einem Bauraum von 150 x 150 x 150 mm (+18 Kg Gewicht), der mit einer 0,4mm-Düse bis zu 250°C drucken kann. Der DeeGreen verfügt über einen geschlossenen Bauraum, verarbeitet allerdings ausschließlich PLA.  Preis: ca. 1700 Euro.

4.) Die Tiertime UP BOX des chinesischen 3D-Drucker-Hersteller Tiertime (aus Peking), seit November 2014 auf dem Markt. Dabei handelt es sich um einen MEM(=Melted Extrusion Manufacturing-)3D-Drucker, mit einer Gerätegröße von 485 x 520 x 495 mm und einem Bauraum von 255 x 205 x 205 mm (+20Kg Gewicht), der Schichten von 0,1 bis 0,4 mm druckt. Neben einer vollautomatische Druckplattform-Kalibrierung bietet dieser 3D-Drucker auch eine ebenso vollautomatische Erfassung der Düsenposition. Preis: 1680 Euro.

5.) Der Robox RBX1 des britischen 3D-Drucker-Herstellers CEL Robox, erhältlich seit Ende November 2014. Dieser FFF-3D-Drucker mit Dual-Extruder bietet neben automatischer Druckbett-Kalibrierung sogar eine automatische EEPROM-Materialerkennung. Sein Bauraum beträgt 21cm x 15cm x 10cm, bei einem Gewicht von 8,3 Kg.  Preis: 999 Euro.

6.) Der Pirate3D Buccanner des 3D-Drucker-Herstellers Pirate3D aus Singapur ist zur Zeit in Deutschland noch nicht lieferbar. Auch dieser FFF-3D-Drucker bietet eine automatische Druckbett-Kalibrierung, kommt dabei ebenfalls mit einem Gewicht von gerade 8 Kg aus, bei einem Bauraum von 13,6 x 9,6 x 14,6 cm.  Ein Preis lässt sich noch nicht benennen.

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