Was verbindet Rolls-Royce konkret mit dem Thema 3D-Druck?

Der bekannte britische Luxus-Auto- und Triebwerk-Hersteller Rolls-Royce stellt bereits seit einiger Zeit kleinere Bauteile mit Hilfe der 3D-Druck-Technologie her. Konkret handelt es sich bei der hier zum Einsatz kommenden Variante des 3D-Drucks um das Electron Beam Melting- (EBM-)Verfahren, welches darauf beruht, dass Metallteile im Schichtbaufverfahren hergestellt werden.

Aktuell (März 2015) stellte Rolls-Royce das bisher größte additiv gefertigte Triebwerksbauteil vor, nämlich ein Großbauteil aus Titan, mit einem Durchmesser von 1,5 Metern, welches Bestandteil des (für Airbus 380 entworfenen) Trent XWB-97-Triebwerks werden soll.

Die Herstellung dieses Großbauteils, ein Lufteinlass mit 48 Leitblechen, erfolgte an Geräten des schwedischen 3D-Drucker-Herstellers Arcam, als “Filament” diente eine Titanpulver-Legierung. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem Department of Materials Science & Engineering der Sheffield-Universität.

Ende 2015 soll der Airbus 380 mit diesem so gefertigten Bauteil im XWB-97-Triebwerk erstmals abheben.

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