Was sind Nano-Skulpturen, im Kontext 3D-Druck?

Als Nano-Skulpturen bezeichnet man generell menschliche Statuen in Miniaturgröße. Die angeblich kleinsten und zugleich detailreichsten dieser Nano-Skulpturen präsentierte vor kurzem (Mitte November 2014) der britische Künstler Jonty Hurwitz, produziert mit Hilfe der 3D-Druck-Technologie.

Konkret verwendete Hurwitz für die 80 x 100 x 20 Mikrometer (am Beispiel der Skulptur “Trust”) großen Skulpturen das Verfahren der sogenannten Multiphoton-Lithographie (auch: Multiphoton-Lithografie), eine der Fotolithograpie (auch: Fotolithografie) ähnliche 3D-Druck-Technik (vgl. Blogeintrag dazu). Der Ausdruck erfolgte durch Wissenschaftler am Institut für Technologie in Karlsruhe, welche die Nano-Skulpturen danach in einem Nadelöhr platzierten.

Die auf diese Weise erzeugten Nano-Skulpturen sind so winzig, dass sie für das menschliche Auge erst bei 400-facher Vergrößerung unter dem Mikroskop sichtbar werden. Ausgangspunkt waren jeweils Fotoshootings von Modells. So wurde etwa für die Skulptur “Trust” ein Aktmodell mit 200 Kameras gleichzeitig abgelichtet. Das für den 3D-Druck jeweils verwendete 3D-Modell wurde hiernach per 3D-Scanner erzeugt.

Ein weiteres spektakuläres Beispiel aus Hurwitz’ Kollektion ist die Nano-Skulptur “The First Kiss”, welche von einer im Louvre ausgestellten Skulptur, “Amor und Psyche”, von Antonio Canova, inspiriert wurde.

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