Was ist ein Delta-3D-Drucker?

Delta-Drucker unterscheiden sich grundsätzlich von solchen mit kartesischer Druckplattform (= rechteckige, bewegliche Plattform), da sie über eine runde oder 6-eckige, starre Druckplattform und einen an 3 beweglichen Armen montierten Druckkopf verfügen. Ihre komplexe Kinetik (= Bewegungsmechanik) macht Delta-3D-Drucker vergleichsweise störungsanfällig. Besonders gut eignen sie sich für den Druck hoher Objekte, z.B. Vasen.

Fast alle Delta-Drucker verfügen über einen Bowden-Extruder (vgl. Blogeintrag dazu), der sich dadurch auszeichnet, dass er nicht direkt vor der Düse, sondern seitlich angebracht ist.

Der wichtiger Vorteil dieser Anbringung besteht darin, dass mögliche ungünstige Auswirkungen auf die Druckqualität ausgeschlossen werden, was durch das ruhende Druckbett im Falle der Delta-3D-Drucker noch verstärkt wird. Auch ermöglicht die Bowden-Positionierung es vergleichsweise gut, während des Druckens noch Filament nachzuschieben.

Der wichtige Nachteil des Bowden-Extruders (und damit der meisten Delta-Drucker) besteht darin, dass das Drucken von Flexible Rubber damit nicht möglich ist.

Falls Sie in der Nähe von Hamburg wohnen oder dort zu Besuch sind, so haben Sie die Möglichkeit, einen öffentlich zugänglichen Delta-3D-Drucker zu nutzen. Die Zentralbibliothek Hamburg stellt ihren Benutzern seit dem 5.April 2014 einen solchen zur Verfügung, namentlich einen Hypecask Delta Tower.  Nach Köln (23.2.2013) war Hamburg damit übrigens erst die zweite deutsche Stadt, deren öffentliche Bibliothek ihren Besuchern einen 3D-Drucker zur Verfügung stellte.

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