Was ist das Besondere an der CLIP-Technologie?

Mit der “Continuous Liquid Interface Production”- (=CLIP-)Technologie stellte das 2013 gegründete, US-amerikanische Startup Carbon3D (aus Redwood City, Kalifornien) auf der aktuell (16.-20.März 2015) in Vancouver und Whistler stattfindenden TED2015 ein so innovatives wie schnelles 3D-Druckverfahren vor.

Die große Besonderheit der CLIP-3D-Druck-Technologie besteht darin, dass hierbei Objekte ohne sichtbare Schichten hergestellt werden, und dies sogar 25 bis 100 Mal schneller als mit Hilfe herkömmlicher 3D-Druckverfahren.Konkret beruht die CLIP-Technologie auf der Wechselwirkung von UV-Licht und Sauerstoff.

Die Photopolymerisation eines flüssigen Resins erfolgt dabei mittels sorgsamer Abstimmung von UV-Licht (Aushärtung) und Sauerstoff (verhindert Aushärtung). Da der Boden des Resintanks aus einem licht- und luftdurchlässigen Material (ähnlich dem von Kontaktlinsen) besteht, kann in der untersten Schicht eine sogenannte “dead zone” mittels Sauerstoff erzeugt werden, die den weiteren Aufbau des Objekts ermöglicht, das kontinuierlich aus dem Becken nach oben gezogen wird. Gesteuert wird dieser Prozess durch eine speziell entwickelte Software.

Als “Filament” kommen dabei jegliche Arten von Polymeren, flüssige ebenso wie Feststoffe, in Frage, so dass sowohl flexible als auch feste, resistente Objekte in konstanter Qualität hergestellt werden können.

Wenn die CLIP-Technologie einsatzreif sein wird ist derzeit freilich noch nicht abzusehen.

 

Bei der TED2015 handelt es sich um eine Konferenz für Erfinder und andere Promoter innovativer Ideen.

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