Was ist CultLab3D?

CultLab3D ist ein Projekt des Fraunhofer-Instituts für graphische Datenverarbeitung (IGD, in Darmstadt, unter Leitung von Dr. Philipp Urban) mit dem Ziel, in großer Zahl Museumsobjekte in 3D zu scannen, um sie auf diesem Wege so schnell und kostengünstig wie möglich zu kopieren, was für Zwecke der Forschung, Dokumentation und Vermittlung notwendig ist. Es geht beim CultLab3D also quasi um die Übertragung des Rapid Prototyping auf kulturelle Zwecke. Bislang musste man sich meist damit begnügen, die Museumsstücke von möglichst vielen Seiten zu fotographieren, was jedoch nicht den gleichen Effekt erzielt, zumal der jeweilige Lichteinfall unvermeidlich eine ungewollte Interpretation hineinbringt. Erst seit ca. Ende 2013 ist die 3D-Scan-Technologie endlich ausgereift genug, um arbeitstaugliche 3D-Replikationen zu vertretbarem Aufwand zu erzeugen.

Von 21. bis 27.Juli 2014 war CultLab3Ds weltweit einmalige 3D-Scanstraße für Kulturartefakte im Mittelaltersaal der Frankfurter Liebieghaus Skulpturensammlung in Betrieb.

Eine weitere wichtige Nutzungsmöglichkeit der von CultLab3D entwickelten Technologie ist die Sicherung von Verlust bzw. Vernichtung bedrohter Kulturgüter, etwa im Irak oder in Syrien.

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