Was ist bei der Kalibrierung von Achsen und Druckbett zu beachten?

Zu den Grundvorassetzungen des 3D-Druckens gehört die richtige Kalibrierung von Achsen und Druckbett. Diese kann in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, macht sie doch durchaus an die 90% der Qualität eines 3D-Drucks aus, vor allem dann, wenn Sie ohne Raft (vgl. Blogeintrag dazu) drucken wollen.

In den allermeisten Fällen müssen Sie die Kalibrierung von Achsen und Druckbett manuel vornehmen, und zwar möglichst bei warmem Druckbett, um die wärmebedingte Ausdehnung der Materialien mit zu berücksichtigen.

Dabei gehen Sie bitte folgendermaßen vor: 1.) Erstellen Sie mit Hilfe der Software, z.B. SketchUp einen kleinen Quader; 2.) Konvertieren Sie dieses Modell als STL-Datei und exportieren Sie diese in die Drucker-Software, z.B. Repetier Host; 3.) Die Slicer-Software, Cura oder Slic3r berechnet nun die für den Druck notwendigen Einstellungen, die Sie nach Repetier Host exportieren und dabei Layer, Infill u,ä. bestimmen; 4.) Nun können Sie, nach Vorheizen des Druckbetts, eine Probedruck durchführen; 5.) Mit Hilfe eines Digital-LCD-Messschiebers vermessen Sie anschließend das Druckobjekt und überprüfen so die genaue Größe der Abweichungen zu den eingestellten Werten; 6.) Unter “Extrusion Multiplayer” tragen Sie die Abweichungen nun die Slicer-Einstellungen ein.

Von den derzeit (Ende Januar 2015) auf dem Markt erhältlichen 3D-Druckern bietet der Conrad Renkforce RF1000 eine automatische Kalibrierung von Achsen und Druckbett an, ebenso der Kossel Mini und der DeeGreen .

Der voraussichtlich ab April 2015 in Serienproduktion verfügbare Pirate3D Buccanner wird ähnlich ausgestattet sein.

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