Was gibt es über die neue 3D-Druck-Technologie von Gizmo 3D zu wissen?

Der australische, 2013 gegründete 3D-Drucker-Hersteller Gizmo 3D präsentierte vor kurzem (Ende März 2015) ein neues 3D-Druck-Verfahren, welches noch schneller sein soll als das in diesem Blog bereits beschriebene CLIP-(=Continuous Liquid Interface Production-)3D-Druck-Verfahren (vgl. Eintrag dazu).

Konkret handelt es dabei um eine ausgereiftere Variante des DLP-(= Direct Light Processing-)3D-Druck-Verfahrens (vgl. entsprechenden Blogeintrag). Diese beruht darauf, dass Objekte aus Flüssigkunstharz erzeugt werden.

Während herkömmliche DLP-Drucker die Druckobjekte jedoch Schicht für Schicht aufbauen, setzt das neue Verfahren auf einen Druckprozess ohne Unterbrechung. Hinzu kommt, dass das Objekt beim Gizmo-3D-Verfahren “Top-down” gefertigt wird, d.h. es entsteht direkt in dem Behälter, in dem sich auch das Harz befindet.

Skeptiker wenden allerdings ein, dass diese hohe Druckgeschwindigkeit nur bei dünnwandigen Bauteilen umsetzbar sei.

Bevor Gizmo 3D weitere Details zum neuen DLP-Verfahren bekannt geben wird will das Unternehmen zunächst ein Patent beantragen. Ab September 2015 sollen 3D-Drucker, welche das neue Verfahren anwenden, zwecks Finanzierung auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter präsentiert werden.

Geplant sind zunächst 3D-Drucker mit den Namen GiziMate, GiziPro und GiziMax, von denen der GiziMate mit um die 2500$ (=ca. 2270 Euro) der preisgünstigste sein soll.

 

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