Was bedeutet RepRap?

Ein RepRap ist ein 3D-Drucker, der für das Rapid Prototyping entwickelt wurde und in der Lage ist, alle Kunststoffbauteile, aus denen er besteht selbst herzustellen. RepRap steht für Replicating Rapid Prototyper, was in etwa heißt: Sich selbst reproduzierender schneller Modellhersteller. Dies ist insbesondere für die industrielle Verwendung von 3D-Drucker von großer Bedeutung, um Materialkosten einzusparen. Entwickelt wurde dieses Konzept allerdings 2004 von Adrian Bowyer (*1952 in London, seit 1977 Mathematiker an der University of Bath), der seine Konstruktion unter GNU General Public License veröffentlichte, um eine möglichst weite Verbreitung zu erreichen. Bowyer verfolgte mit seinem Projekt die kühne Vision eines “Wohlstands ohne Geld”.

Historie: Adrian Bowyer startete das RepRap-Projekt 2004/05. Am 13.September 2006 gelang es mit dem RepRap 0.2 erstmals, einen 3D-Drucker eines seiner Ersatzteile selbst herstellten zu lassen.

Am 28.Mai 2008 druckte der RepRap der Version 1.0 (genannt “Darwin“) als erster 3D-Drucker alle seine Kunststoff-Ersatzteile selbst (verantwortlich auch hier: Adrian Bowyer).

Am 2./13.Oktober 2009 kam der RepRap 2.0, genannt “Mendel” auf den Markt. Der Tscheche Josef Prusa entwickelte daraus bis August 2010 den “Prusa Mendel“, eine vereinfachte Variante des “Mendel”. Unsere Nunus-Heizpatronen sind gerade für den “Prusa Mendel” besonders gut geeignet.

Der “Huxley“, RepRap der dritten Generation, wurde am 31.August 2010 präsentiert. Mitte November 2014 stellte RepRap Pro, eine seit 2011 bestehende Zusammenarbeit zwischen RepRap Limited und eMAKER Limited, den “Huxley Duo” vor, eine Weiterentwicklung des “Huxley”.

Seit Mitte 2011 nimmt die Modellvielfalt der RepRap-Drucker erheblich zu, so dass Mitte 2013 bereits ca. 500 bekannte Variationen auf dem Markt waren.

Programmatisch ist die Benennung der RepRap-Modelle nach Vätern der Genetik bzw. Evolutionsbiologie: “Mendel” (nach Gregor Mendel, dem Vater der Vererbungslehre), “Darwin” (nach Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie), “Huxley” (nicht etwa nach dem Autor Aldous Huxley, sondern nach dem Evolutionsbiologen Thomas Henry Huxley benannt). Die technik-philosophische Konzeption einer künstlichen, maschinellen Evolution soll auf diese Weise vor Augen geführt werden. Aus dem Rahmen fällt hier lediglich der “Prusa”, der nach dessen (seinerzeit gerade 19-jährigem) tschechischem Entwickler Josef Prusa benannt ist.

Die RepRap-3D-Drucker der vierten Generation, also die ab etwa 2010/11 entwickelten Geräte, bezeichnet man als Delta-Drucker.  Ihnen gemeinsam ist, dass sie nicht über x-, y- und z-Achse gesteuert werden, sondern über 3 bewegliche Arme, die mit jeweils einem Ende an den Säulen  und am Druckkopf befestigt sind.

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