Seit wann gibt es RepRap-3D-Drucker?

Die Idee sich selbst reproduzierender Maschinen geht auf den britischen Mathematikers Adrian Bowyer (Jahrgang 1952) zurück, der damit die gesellschaftspolitische Vision eines “Wohlstands ohne Geld” verfolgte.

2004 publizierte Bowyer seine erste RepRap-Konstruktion unter GNU General Public License, um so eine möglichst weite Verbreitung dieses Konzepts zu erreichen. 2004/05 ging er selbst die Verwirklichung des RepRap-Projekts an.

Als eigentliche Geburtsstunde der RepRap-3D-Drucker kann der 13.September 2006, als der RepRap 0.2 erstmals eines seiner Ersatzteile selbst drucken konnte.

Der 28.Mai 2008 brachte schließlich den vollständigen Durchbruch für das RepRap-Konzept, als es Bowyer mit dem RepRap 1.0 erstmals gelang, einen 3D-Drucker alle seine Kunststoff-Ersatzteile selbst drucken zu lassen. Der RepRap 1.0 erhielt deshalb deshalb den Namen “Darwin”, nach dem Stammvater der modernen Evolutionstheorie, da Bowyer mit diesem Schritt eine technische Evolution begründet sah.

Auch die Nachfolger des “Darwin” erhielten mit “Mendel” (nach dem Begründer der Vererbungslehre, Gregor Mendel) und “Huxley” (nach dem britischen Evolutionsbiologen Thomas Huxley) Namen nach Forschern, die sich um Evolution oder Vererbung verdient gemacht  haben. Lediglich der “Prusa”, benannt nach dessen Entwickler Josef Prusa, fällt aus dem Rahmen.

Der “Mendel” (= RepRap 2.0) wurde am 2./13.Oktober 2009 vorgestellt, der “Huxley” (= RepRap 3.0) am 31.August 2010.  Ebenfalls seit August 2010 findet der “Prusa” bzw. “Prusa Mendel” Verbreitung.

Mit den Delta-Druckern kam ab 2010/11 die 4.Generation der RepRap-3D-Drucker auf den Markt. Ab Mitte 2011 nahm die Modellvielfalt im RepRap-Bereich erheblich zu.

Zusammenfassend lässt sich RepRap also als eine technologische Entwicklung der vergangenen 10 Jahre (Stand: November 2014) bezeichnen, mit deutlichem Schwerpunkt auf den letzten 5 Jahren, seit dem Oktober 2009.

 

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