Ist 3D-Metall-Druck auch per FDM-Verfahren möglich?

Bis kurzem ging man davon aus, dass Metalldruck nur per SLS-Verfahren (vgl. Blog-Eintrag) möglich ist. Da dieses sehr aufwendig und teuer ist wurde dieser bislang nur in der industriellen Fertigung verwendet.

Der gerade erst 17-jährige US-Amerikaner Sagar Govani aus Virginia präsentierte jedoch im Juni 2014 eine Methode, mit der Metalldruck auch per FDM-Druckverfahren möglich werden könnte. Govani entwickelte hierfür eine Metalllegierung (eine sogenannte Lot), die hauptsächlich aus Zinn besteht (genauer gesagt: 95,8% Zinn, 4% Kupfer und 0,2% Silber). Diese Legierung lässt sich vom Extruder eines FDM-3D-Druckers ähnlich gut verarbeiten wie ABS und PLA. Govani gelangen auf diese Weise Druckobjekte, die ähnlich stabil wie Plastikdrucke, jedoch biegsamer gerieten. Probleme bereitete ihm jedoch noch, dass die Düse bei Metalldrucken leicht verklebt.

Sollte es gelingen, dieses Problem zu beheben und dazu nach Möglichkeit auch geeignete Metalle zu finden, die eine höhere Stabilität aufweisen könnte der Metalldruck auch für private 3D-Druck-Anwender zu einer realistischen Alternative werden.

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