Gibt es auch Studiengänge zum Thema 3D-Druck?

Derzeit (Januar 2015) und auch in absehbarer Zeit gibt es keinen Studiengang, der sich explizit mit 3D-Druck-Technologie oder -Verfahren befasst.

Innerhalb der klassischen Ingenieursdisziplinen, insbesondere im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ist es jedoch unter Umständen möglich, als Vertiefungsrichtung in das Themengebiet additiven Fertigungsverfahren einzudringen.

So ist etwa im Studium des Wirtschaftsingenieurwesens eine Spezialisierung auf die Anwendung von 3D-Druck-Technologien (bzw. additiver Fertigungsverfahren) im Ersatzteilmanagement möglich.

 

An der Uni Stuttgart hat sich der Lehrstuhl für ABWL & Wirtschaftsinformatik 1 auf Fragestellungen rund um Additive Manufacturing und IT spezialisiert.

Die technische Entwicklung der 3D-Druck-Technologie spielt insbesondere in den Studiengängen Maschinenbau und Mechatronik in Aachen eine besondere Rolle,  sowohl an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) als auch an der Fachhochschule (FH) Aachen.

Das Hasso-Plattner-Institut der Uni Potsdam bietet mit dem Studiengang IT-Systems Engineering Erfindern, auch im Bereich 3D-Druck-Technologie (dank Public-Private-Partnership) gute Forschungsbedingungen.

International ist im Zusammmenhang mit der 3D-Druck-Technologie vor allem das Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu nennen. Gemeinsam mit Chuck Hulls Firma 3D Systems (vgl. einschlägige Blogeinträge) wurde am MIT in den späten 1980-er- und frühen 1990-er-Jahre die 3D-Druck-Technologie quasi erfunden. Wer dort studiert holt sich sein Fachwissen somit von der eigentlichen Quelle dieser Technologie.

An der britischen Universität Cambridge existiert das Institute for Manufacturing, wo es möglich ist, ingenieurwissenschaftliche Studiengänge (z.B. Wirtschaftsingenieurwesen) mit besonderem Bezug zu 3D-Druck-Anwendungen zu studieren.

Das Ende Dezember 2014 im südchinesischen Guangzhou von der Firma Baiyun Winbo gegründete erste 3D-Druck-College weltweit (vgl. Blogeintrag dazu) ist dagegen eindeutig nicht mit einer Hochschule deutschen Typs vergleichbar, sondern eindeutig als schulisches und berufliches Trainings- bzw. Weiterbildungszentrum anzusehen.

 

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