Bringt es etwas, ein zu enges Hotend aufzubohren?

Da sich die 3D-Druck-Technologie noch immer in ihrer Pionierphase befindet stellt sich häufig das Problem, das Baukomponenten für 3D-Drucker technisch noch nicht völlig ausgereift sind.

In diesen Kontext ist auch die bedauerliche Beobachtung einzuordnen, dass Hotends häufig für ihren Einsatzzweck zu knapp gebohrt sind, mit der Folge, dass sich das Filament nur unter Widerständen einführen lässt oder schlimmstenfalls verkantet. Auch die für eine reibungslose Extrusion eigentlich wünschenswerte konische Bohrung (= sich nach vorne verjüngend, z.B. von 3,5 auf 3,2mm) findet sich in den meisten Hotends leider nicht vor.

In derartigen Fällen kann es mitunter hilfreich sein, das Hotend aufzubohren, um es etwa um 0,2mm zu erweitern. Dieser Weg erfordert allerdings ein hohes Maß an technischer Geschicklichkeit, außerdem muss eine Drehbank vorhanden sein. Sollten Sie diese Mühen scheuen, so empfiehlt es sich daher, mit dem Hersteller des Hotends Kontakt aufzunehmen, um es, so weit möglich, auszutauschen.

Unter Umständen kann bei einem Vollmetall-Hotend (z.B. einem Exagon-Hotend) auch Abhilfe geschaffen werden, indem man den Wade-Bolt der Extruder-Schraube (dessen einfache Gewinde-Bohrung leider einen strukturellen Schwachpunkt darstellt) mit Temflex-Klebeband überklebt oder/und aber, indem man die Zähne der Extruder-Schraube mit einer Feile ein wenig abschabt.

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